Aktien sind Unternehmensbeteiligungen und der Preis an der Börse schwankt durch Angebot und Nachfrage. So viel ist uns bereits klar. Aber kann ich mir, als Anleger, diese Schwankungen vielleicht auch zunutze machen?

Die Antwort darauf ist der Cost-Average-Effekt, zu deutsch Durchschnittskosteneffekt.

Er beschreibt einen Vorteil durch automatisch richtiges Handeln des Anlegers, ohne dass dieser aktiv etwas unternimmt.

Wie funktioniert dieser Effekt? Wir zeigen es Euch mit folgendem (überspitztem) Beispiel:

Ein Anleger möchte in einen Aktienfonds investieren. Zur Risikostreuung möchte er nicht sein ganzes Geld auf einmal investieren, sondern er entscheidet sich dazu einen Sparplan in den Fonds über 300€ im Monat einzurichten.

  • Im ersten Monat investiert er 300€ durch den Sparplan. Der Anteilspreis liegt bei 6€. Somit erhält er 50 Anteile.
  • Im zweiten Monat investiert er wieder 300€. Durch geringere Nachfrage liegt der Anteilspreis nur noch bei 3€. Er erhält 100 Anteile.
  • Im dritten Monat passiert ein Crash am Markt und der Anteilspreis sinkt drastisch auf nur noch 1€ pro Anteil. Dennoch investiert der Anleger durch den Sparplan 300€ und erhält somit dieses Mal 300 Anteile.
  • Im vierten Monat stabilisiert sich der Preis wieder auf 3€ pro Anteil und der Anleger erhält erneut 100 Anteile für seine 300€ Investition.

Wenn wir dies nun zusammenrechnen, bleibt unter dem Strich eine Investition über 1.200€ und ein Erwerb von 550 Anteilen. Nimmt man nun den aktuellen Preis von 3€ pro Anteil, so hat der Anleger einen Wert von 1.650€ im Depot.

Der Anleger kauft also automatisch mehr Anteile, wenn der Preis niedrig ist und weniger Anteile, wenn der Preis hoch ist. Für eine solch vorteilhafte Anlage werden nur drei Dinge benötigt:

  1. Regelmäßiges Sparen durch einen Sparplan
  2. ein immer gleich hoher Betrag
  3. eine volatile, also im Wert schwankende, Anlage
Informationen zu folgenden Begriffen vorhanden:

Aktie