Warum „schlauer als der Markt“ so selten funktioniert und was das mit einen Flickenteppich zu tun hat

Warum „schlauer als der Markt“ so selten funktioniert und was das mit einen Flickenteppich zu tun hat

Teil 2/12 der Serie „Erleben Sie eine bessere Investmenterfahrung“

Liebe Investoren,
stellen Sie sich vor, 100 Aktienfonds gehen gleichzeitig an den Start. 20 Jahre später existieren noch 45. Und nur 12 haben es geschafft, zu überleben und gleichzeitig ihre Benchmark zu schlagen.
Bei Anleihefonds sieht es kaum besser aus: Von 100 Fonds überlebten 46 – aber nur 17 schlugen dabei ihre Benchmark.
Das ist kein Tippfehler. Es ist das Ergebnis der untersuchten US-Fonds über den Zeitraum von 2006 bis 2025.

Sind Fondsmanager also nicht klug genug?

Doch. Viele aktive Fondsmanager sind hervorragend ausgebildet, verfügen über moderne Analysesysteme und beschäftigen ganze Teams von Spezialisten.

Genau darin liegt der Aha-Moment:

Sie konkurrieren nicht mit einem ahnungslosen Markt. Sie konkurrieren mit allen anderen gut informierten Marktteilnehmern.

Um den Markt zu schlagen, müsste ein Fondsmanager deshalb gleich mehrfach richtigliegen:

  • Seine Einschätzung müsste stimmen.
  • Der Markt dürfte diese Information noch nicht eingepreist haben.
  • Der Vorteil müsste nach Kosten noch groß genug sein.

Und das nicht nur einmal. Sondern immer wieder. Sondern bei jeder einzelnen Fondsposition.

Der Gewinner von gestern kann der Verlierer von morgen sein

Ein Blick auf den „Flickenteppich“ zeigt die Renditen von 22 entwickelten Aktienmärkten - buntes und chaotisches – ohne Muster.

Die Gewinner wechseln ständig.

Neuseeland erzielte beispielsweise 2019 die höchste Rendite aller untersuchten Märkte. Nur zwei Jahre später lag das Land auf dem letzten Platz.

Die Rangliste der Vergangenheit ist keine Landkarte für die Zukunft. Sie ist ein Rückspiegel. Ein Rückspiegel ist beim Einparken hilfreich – aber nur bedingt bei der Planung einer langen Investmentreise.

Prognosefrei bedeutet nicht planlos

Auf Prognosen zu verzichten heißt nicht, nichts zu tun. Es bedeutet, andere Fragen zu stellen:

Nicht:
Welches Land, welcher Fonds oder welche Aktie wird als Nächstes gewinnen?

Sondern:
Ist mein Depot so aufgestellt, dass ich nicht wissen muss, wo der nächste Gewinner herkommt?

Ein breit aufgestelltes Portfolio verteilt das Investment auf viele mögliche Renditequellen. Gute Entwicklungen in einem Markt können dadurch schwächere Ergebnisse an anderer Stelle ausgleichen. Eine Garantie gegen Verluste ist Diversifikation nicht – aber sie reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Prognosen.

Die bessere Investmententscheidung

Vielleicht besteht gutes Investieren nicht darin, schlauer als der Markt sein zu wollen.
Vielleicht besteht es darin, die eigenen Erfolgschancen nicht von einer Vorhersage abhängig zu machen.
Oder noch kürzer:

Ihr Portfolio sollte keine Glaskugel benötigen.

 

 

 

Wie prognosefrei ist Ihr Portfolio wirklich?

Auch eine langfristig geplante Anlagestrategie sollte regelmäßig überprüft werden:

Passt die Aufteilung noch zu Ihren Zielen? Entspricht das Risiko weiterhin Ihrer persönlichen Situation? Und beruht Ihr Portfolio auf einem belastbaren Plan – oder unbemerkt doch auf Erwartungen an einzelne Fonds, Märkte oder Entwicklungen?

Lassen Sie uns das gemeinsam prüfen.

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Sie kennen jemanden, der unsicher ist, ob seine aktuelle Geldanlage noch zu seinen Zielen passt? Gerne bieten wir auch eine kostenfreie zweite Meinung an.

Herzliche Grüße
Ulrich Ritter – Finanzelot -

 

Quellenhinweis für den Artikel

Quelle der Fondsdaten: Dimensional, Wertentwicklung von US-ansässigen Fonds, 2006–2025. Als „Gewinner“ gelten Fonds, die über den vollständigen Zeitraum bestanden und ihre jeweilige Benchmark übertrafen. Indexfonds waren aus der Branchenstichprobe ausgeschlossen.

Vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Diversifikation sichert weder einen Gewinn noch einen garantierten Schutz vor Verlusten.